Spannungsfall berechnen

25 A über 60 m Kupferleitung mit 6 mm² im Drehstromnetz 400 V verlieren 7,5 V, also 1,9 % - am Verbraucher stehen noch 392,5 V an, und in der Leitung bleiben 323 W als Wärme. Das liegt innerhalb der empfohlenen 3 %.

Dein Stromkreis

Einfache Länge bis zum Verbraucher - der Rechner verdoppelt sie selbst.

Ergebnis

Spannungsfall
7,5 V
Spannungsfall in Prozent
1,9 %
Spannung am Verbraucher
392,5 V
Widerstand eines Leiters
0,172 Ω
Verlustleistung in der Leitung
323 W

Im zulässigen Bereich

Gerechnet wird rein resistiv: der induktive Anteil bleibt unberücksichtigt, was unter etwa 95 mm² und bei kurzen Leitungen vernachlässigbar ist.

Ein Querschnitt kleiner, einer größer - für genau diese Leitung

  • 4 mm²2,8 % · 11,2 VIm zulässigen Bereich
  • 6 mm²1,9 % · 7,5 VIm zulässigen Bereichdein Kabel
  • 10 mm²1,1 % · 4,5 VIm zulässigen Bereich

Zulässiger Spannungsfall: 3,0 % · IEC 60228

So wird gerechnet

Der Rechner geht vom Widerstand der Leitung aus, die schon liegt oder schon ausgesucht ist:

R₁ = ρ(T) · L / (A · n)      ΔU = k · R₁ · I

R₁ ist der Widerstand eines Leiters über die einfache Länge, n die Zahl parallel geführter Leiter je Phase, k der Faktor 2 (Gleichstrom, einphasig) oder √3 (dreiphasig). Der Prozentwert ist ΔU bezogen auf die Nennspannung.

Neben dem Prozentsatz sind zwei Ausgaben wichtig. Die Spannung am Verbraucher ist der Wert, den das Gerät tatsächlich sieht - die Zahl, die man nennt, wenn ein Motor bei Unterspannung abschaltet oder ein LED-Treiber brummt. Die Verlustleistung ist I²R in jedem stromführenden Leiter, also in zwei bei einphasigen und in drei bei dreiphasigen Leitungen; sie ist der laufende Preis eines zu klein gewählten Querschnitts, Watt für Watt bezahlt und in der Wand verheizt.

Die Bewertungszeile vergleicht das Ergebnis mit dem Grenzwert dieser Ausgabe. Für Deutschland sind 3 % voreingestellt, der Wert aus DIN 18015-1 für Wohngebäude; für Stromkreise außer Beleuchtung nennt der Anhang G der DIN VDE 0100-520 5 %. Beide sind Empfehlungen - verbindlich wird es dort, wo der Netzbetreiber in seinen TAB etwas anderes verlangt, und das steht in keiner Formel.

Rechenbeispiel

Dein Stromkreis

Netzform
Drehstrom, dreiphasig
Betriebsspannung (V)
400,0 V
Betriebsstrom (A)
25 A
Leitungslänge, einfach
60 m
Leiterquerschnitt (mm²)
6 mm²
Leitermaterial
Kupfer
Zulässiger Spannungsfall (%)
3,0 %

Ergebnis

Widerstand eines Leiters
0,172 Ω
Spannungsfall
7,5 V
Spannungsfall in Prozent
1,9 %
Spannung am Verbraucher
392,5 V
Verlustleistung in der Leitung
323 W

Im zulässigen Bereich

Formel
ΔU = k · ρ(T) · L · I / A
Norm
IEC 60228, IEC 60028
Grenzen des Modells
Gerechnet wird rein resistiv: der induktive Anteil bleibt unberücksichtigt, was unter etwa 95 mm² und bei kurzen Leitungen vernachlässigbar ist.

Gerechnet von Voltacalc mit derselben Engine wie der Rechner oben.

Was in Deutschland gilt

Der Unterschied zwischen einphasig und dreiphasig ist in Deutschland der größte Hebel: dieselbe Leistung dreiphasig über 400 V gezogen bedeutet weniger Strom je Leiter und den Faktor √3 statt 2 in der Rechnung. Deshalb hängen Herd, Durchlauferhitzer und Wallbox hier am Drehstrom, während die gleiche Last einphasig schnell zwei Normstufen mehr Querschnitt verlangt.

Wer entscheidet
VDE/DKE, der Netzbetreiber (TAB) und die eingetragene Elektrofachkraft
Norm
DIN VDE 0100 (Errichten von Niederspannungsanlagen), DIN 18015 für Wohngebäude
Belastbarkeitstabelle
DIN VDE 0298-4 - Strombelastbarkeit nach Verlegeart, mit den Umrechnungsfaktoren für Häufung und Umgebungstemperatur
Zulässiger Spannungsfall
DIN 18015-1 nennt für Wohngebäude 3 % Spannungsfall zwischen Zählerplatz und Verbrauchsmittel; DIN VDE 0100-520 (Anhang G, harmonisiert aus HD 60364-5-52) empfiehlt 3 % für Beleuchtung und 5 % für übrige Stromkreise ab Übergabepunkt. Beides sind Empfehlungen, die TAB des Netzbetreibers kann strenger sein. (Geprüft: 12. September 2026)

Häufige Fragen aus der Praxis

Warum ist der Faktor dreiphasig √3 und nicht 2?

Weil der Strom im Drehstromnetz nicht über einen Neutralleiter zurückfließt, sondern sich auf die drei Außenleiter verteilt. Gerechnet wird der Spannungsfall zwischen den Außenleitern, und dafür ergibt die Zeigerrechnung √3 ≈ 1,732 Leiterlängen statt der zwei einer einphasigen Leitung.

Wird der induktive Anteil berücksichtigt?

Nein, der Rechner arbeitet rein resistiv. Unterhalb von etwa 95 mm² und bei kurzen Leitungen ist der induktive Anteil vernachlässigbar; bei großen Querschnitten oder langen Kabelstrecken gehört die Impedanz aus dem Datenblatt des Kabelherstellers in die Rechnung.

Was tun, wenn der Grenzwert überschritten ist?

Vier Wege, grob nach Kosten: dreiphasig anschließen, eine Normstufe größer wählen, die Leitung kürzer führen oder die Last auf zwei Stromkreise aufteilen. Im Rechner jeweils einen Wert ändern und den Prozentsatz beobachten.

Zählt der Spannungsfall ab Hausanschluss oder ab Zähler?

Das hängt davon ab, welchen Wert man heranzieht. DIN 18015-1 bezieht die 3 % auf die Strecke zwischen Zählerplatz und Verbrauchsmittel, der Anhang G der DIN VDE 0100-520 auf die Strecke ab Übergabepunkt. Die TAB des Netzbetreibers kann strenger sein.

Normen und Quellen

  • DIN VDE 0100 (Errichten von Niederspannungsanlagen), DIN 18015 für Wohngebäude
  • DIN VDE 0298-4 - Strombelastbarkeit nach Verlegeart, mit den Umrechnungsfaktoren für Häufung und Umgebungstemperatur

Zuletzt geprüft: 12. September 2026

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